Prognosen und Planung

Demografischer Wandel und Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern
Gabriele Doblhammer, Thomas Salzmann und Christina Westphal

Kurze Projektbeschreibung:
Für das Handwerk gewinnt die Kenntnis demografischer Strukturen im unternehmerischen Markt- und Aktionsumfeld zunehmend an Bedeutung. Die Marktentwicklung, das Kunden- und Arbeitskräftepotential aber auch die zukünftige Unternehmensübergaben müssen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung neu bewertet werden. Die Marktchancen werden sich durch den demografischen Wandel regionalspezifisch nachhaltig verändern. Dies wird in einigen Regionen zu sinkender Nachfrage führen, der in anderen Regionen wachsende Nachfrage gegenübersteht.
Ziel der Studie war die Beantwortung der Frage, inwiefern die demografische Entwicklung Auswirkungen auf das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern hat. Schwerpunkte der Untersuchung sind dabei die Fragen nach der Entwicklung des zukünftigen Betriebsbestandes sowie des zukünftigen Nachfolge- und Übergabepotentials bis zum Jahr 2020. Dabei wurde untersucht, welche Rahmenbedingungen den Übergabeprozess beeinflussen. Darüber hinaus wurden bereits vorhandene Maßnahmen und Unterstützungsangebote erfasst und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Weitere Informationen unter: www.wiwi.uni-rostock.de

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FELICIE – Future Elderly Living Conditions in Europe
Gabriele Doblhammer und Uta Ziegler

Kurze Projektbeschreibung:

Ziel des von der Europäischen Union im 5. Rahmenprogramm "Quality of life" geförderten Projektes war es, die Lebensumstände von über 75-jährigen Menschen in Europa bis zum Jahr 2030 vorherzusagen. Aufgrund der Bevölkerungsalterung wird die Anzahl der pflegebedürftigen Personen auch zukünftig weiter ansteigen. Allerdings verändern sich auch die Familienverhältnisse der älteren Bevölkerung.
Unsere Studie zeigt, dass die künftigen Pflegebedürftigen häufiger mit einem Partner zusammen leben werden und zu einem geringeren Anteil kinderlos sind, als heute. Damit steigt auch das Potential, zu Hause gepflegt zu werden. Dabei spielen allerdings die Bereitschaft zur Pflege und die Vereinbarkeit von Pflege, Familie und Beruf eine entscheidende Rolle. Viele Partnerinnen und Töchter – die Hauptpflegepersonen – werden in Zukunft stärker in den Arbeitsmarkt eingebunden sein. Die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und häuslicher Pflege muss daher durch die Pflegeversicherung und weitere sozialpolitische Unterstützungsmaßnahmen stärker ausgebaut werden.

Weitere Informationen unter: www.wiwi.uni-rostock.de

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INFRADEM – Infrastructure Planning and Demographic Development
Thusnelda Tivig

Kurze Projektbeschreibung:
Population ageing has been going on for many decades, but population shrinking is a rather new phenomenon. The population of Germany, as in many other countries, has passed a plateau and is currently shrinking. Demographic change is a challenge for infrastructure planning due to the longevity of infrastructure capital and the need to match supply and demand in order to ensure cost-efficiency.

Weitere Informationen unter: www.springer.com

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MIC/MAC – Bridging the Micro-Macro Gap in Population Forecasting
Gabriele Doblhammer und Elena Muth

Kurze Projektbeschreibung:
Das Ziel des innerhalb des 6. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission durchgeführten Projektes ist die Entwicklung einer benutzerfreundlichen Software zur Prognose von Bevölkerungsentwicklungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Anwendung in der Politikberatung im Bereich Gesundheits- und Rentenwesen. Ergebnis des Projektes sind Algorithmen und eine benutzerfreundliche Oberfläche zur Prognose von Fertilität und Lebensformen, Mortalität und Morbidität sowie Migration und Bildung.
Innerhalb des Projektes erarbeitete das Rostocker Zentrum einen systematischen Literaturüberblick der den Einfluss von Alter, Geschlecht, Bildung, Familienstand, Adipositas und Rauchen auf Gesundheitsübergänge zwischen Gesundheit, altersbedingter Pflegebedürftigkeit und Mortalität abbildet. Die Ergebnisse der zugrunde liegenden Studien wurden mit Hilfe einer Meta-Analyse ausgewertet.
Die gewonnenen Ergebnisse dienen den Kooperationspartnern der Erasmus Universität in Rotterdam als Richtwert für weitere Analysen, in denen Altersprofile von Ereignissen unter Einfluss der genannten Risikofaktoren für illustrative Prognosen erstellt werden. Weiterhin wurden in Rostock zwei Literaturüberblicke über die Trends und die zukünftigen Trends in der Morbidität und Mortalität in Europa erarbeitet.

Weitere Informationen unter: www.wiwi.uni-rostock.de

» Trends in morbidity and mortality
» Future Trends in Morbidity and Mortality in Europe