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Projekt
Gabriele Doblhammer-Reiter, Marlen Toch
A History of Aging Societies: Rostocker Forschungsverbund Historische Demografie ist ein laufendes Projekt des Forschungsbereiches Historische Demografie Mecklenburg-Vorpommern.
In Deutschland steigt die Lebenserwartung seit mehr als 100 Jahren kontinuierlich an. Jedoch gibt es zwischen Ost- und Westdeutschland und auch innerhalb der Gebiete der ehemaligen DDR bzw. der Bundesrepublik vor 1990 erhebliche regionale Unterschiede im Sterblichkeitsniveau. Auf Bundesländerebene weist Mecklenburg-Vorpommern in der durchschnittlichen Lebenserwartung bei Geburt einen der niedrigsten Werte auf, bei den Männern sogar den mit Abstand niedrigsten.
Regionale Sterblichkeitsunterschiede wurden für das bundesdeutsche Gebiet auch bereits für das 19. Jahrhundert nachgewiesen. Diese scheinen sogar eine gewisse Fortdauer bis in die Gegenwart aufzuweisen. Bislang ist es jedoch noch nicht gelungen, einen direkten Zusammenhang zwischen regionalen Faktoren und Sterblichkeitsniveau herzustellen, der sowohl früher als auch heute für bessere bzw. schlechtere Überlebensbedingungen verantwortlich sein könnte.
Das Ziel des Projekts liegt in der Analyse der historischen Sterblichkeitsverhältnisse Mecklenburg-Vorpommerns. Sollte sich für die Mecklenburgische Region zeigen, dass die Lebenserwartung bereits in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen Gebieten gering war, würde das helfen, die heutigen Gegebenheiten besser zu verstehen.
Weitere Informationen unter:
www.wiwi.uni-rostock.de
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